Strom speichern und Kosten mindern: Eine Rechnung, die auch für Unternehmen aufgeht. Sie profitieren finanziell gleich mehrfach von Gewerbespeichern.
Strom aus der eigenen Solaranlage ist umweltfreundlich und senkt die Energieausgaben. Doch er entsteht nur tagsüber und lässt sich auch nur tagsüber verbrauchen. Strom, der dann nicht genutzt wird, fließt ins Netz – für eine geringe Einspeisevergütung. In Unternehmen laufen Maschinen jedoch oft auch abends oder in der Nacht, sodass dann wiederum teurerer Netzstrom bezogen werden muss. Kommt dagegen ein Batteriespeicher ins Spiel, können Betriebe die erzeugte Energie nahezu komplett selbst nutzen. Denn sie lässt sich genau dann abrufen, wenn sie gebraucht wird. Zudem legt der Speicher auch den Strom auf Vorrat, den die PV-Anlage am Wochenende produziert.
Die Größe von Gewerbespeichern liegt je nach Speicherkapazität zwischen dem Umfang eines Kühlschranks (30 kWh) und eines klassischen Containers von rund 13 Metern Länge (800 kWh).
Ein Speicher kann sich für jedes Unternehmen lohnen, das nachhaltig wirtschaften und Stromkosten senken will. „Vor allem aber ist er für Betriebe mit hohem Energieverbrauch interessant. Auch Eigentümer großer Bürogebäude können davon sehr profitieren“, erklärt Julian Knepper, Projektmanager Energiedienstleistungen der Stadtwerke Bochum.
Ein Gewerbespeicher bietet Unternehmen gleich mehrere finanzielle Vorteile:
Bei den Stadtwerken können Unternehmen PV-Anlage und Speicher im Kombi-Paket bekommen.
Dazu kommt, dass sich die Preise von Speichern seit Jahren stark nach unten bewegen. Von 2010 bis 2023 sanken bei Lithium-Ionen-Akkus die Preise für eine Kilowattstunde Speicherkapazität um über 80 Prozent. Das ergab eine Erhebung von Bloomberg New Energy Finance. Sind Speicher und PV-Anlage gut aufeinander abgestimmt, amortisiert sich die Investition daher meistens schon nach fünf bis zehn Jahren. Zudem stellt die KfW-Bank im KfW-Programm 270 zinsgünstige Kredite bereit.
Wer den Speicher nicht kaufen möchte, kann ihn bei den Stadtwerken auch pachten. So fallen keine hohen Anfangsinvestitionen an. Und wer noch keine Solaranlage hat, kann die Anlage samt Speicher von den Stadtwerken im Kombi-Paket kaufen oder ebenfalls pachten. „Wir liefern sie im Rundum-sorglos-Paket mit Planung, Installation und Wartung“, sagt Knepper.
Bei der Beratung gehen er und seine Kollegen ganz individuell vor. Denn kein Unternehmen lässt sich mit dem anderen vergleichen. „Für manche kann es sogar sinnvoller sein, nur einen Speicher anzuschaffen und auf PV zu verzichten“, weiß der Fachmann. „Der Speicher dient dann dazu, in Kombination mit einem dynamischen Tarif Strom aus dem Netz zu laden, wenn er günstig ist, und den Strom zu nutzen, wenn die Preise steigen.“ Das Unternehmen profitiere schon dadurch erheblich. „Darüber hinaus kann es seine Lastspitzen kappen und damit weiteres Geld sparen.“
Ihr Ansprechpartner:
Julian Knepper
Team Energiedienstleistungen
Tel.: 0234 960-3076
julian.knepper@stadtwerke-bochum.de
Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag Photovoltaik auf Gewerbedächern.
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